Die Verpackungen versprechen uns viel: „Premium“, „Natur-Vital“, „mit viel frischem Fleisch“. Doch die bittere Wahrheit ist: Die Vorderseite der Packung ist Werbung, die Rückseite ist die Wahrheit. Aber genau diese Rückseite ist oft so kryptisch geschrieben, dass man fast ein Chemiestudium braucht, um sie zu verstehen.
Mir ging es am Anfang genauso. Als mein Lucky unter ständigen Magen-Darm-Problemen litt, kaufte ich das teuerste Futter, das ich finden konnte. Ich dachte: „Teuer gleich gut.“ Ein Irrtum, der Lucky fast die Gesundheit gekostet hätte. Erst in meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin habe ich gelernt, die geheime Sprache der Hersteller zu entziffern.
Hier sind die 5 größten Fallen, die du kennen musst, damit dein Hund nicht länger das ausbadet, was die Industrie versteckt.
Die Fleisch-Lüge:
Frisch- vs. Trockenfleisch
Hersteller schreiben gerne „70% Frischfleisch“ auf die Packung. Das klingt toll, oder? Aber Achtung: Fleisch besteht zu ca. 75% aus Wasser. Im Herstellungsprozess von Trockenfutter wird dieses Wasser entzogen. Am Ende rückt das Fleisch in der Zutatenliste (die nach Gewicht vor dem Kochen sortiert ist) weit nach hinten, und Getreide oder Kartoffeln werden plötzlich zum Hauptbestandteil. Lese dazu mehr in meinem Blogartikel.
Die Falle der „Geschlossenen Deklaration“
Hast du schon mal gelesen: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4% Huhn)“?
Das ist eine sogenannte geschlossene Deklaration. Sie ist das größte Versteckspiel der Branche. „4% Huhn“ bedeutet nicht, dass 96% anderes Fleisch enthalten sind. Es bedeutet nur, dass von dem gesamten Mix lediglich 4% vom Huhn stammen müssen. Was der Rest ist? Das weiß nur der Hersteller. Es könnten Reste vom Rind, Schwein oder noch minderwertigere Quellen sein.
Mein Tipp: Suche nach einer „offenen Deklaration“, bei der jede Zutat einzeln mit Prozentangaben aufgelistet ist. In diesem Blogartikel bekommst du noch mehr INFOS
Tierische Nebenerzeugnisse und K3-Material
Tierische Nebenerzeugnisse sind an sich nichts Schlechtes. Innereien wie Herz oder Leber sind wertvoll. Doch unter diesen Begriff fällt rechtlich auch das sogenannte K3-Material. Das sind Schlachtabfälle, die für den menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassen sind: Hufe, Hörner, Federn, Schnäbel oder gar Wolle.
Diese Stoffe sind billige Füllstoffe. Sie liefern zwar Proteinwerte im Labor, sind für deinen Hund aber kaum verdaulich und belasten Leber und Nieren. Ein gesundes Futter deklariert genau, welche Innereien verwendet wurden.
Im Ratgeber GLÜCK im NAPF auf Seite 57, erfährst du was dahinter steckt. Und vieles MEHR!
Der Ratgeber für eine artgerechte Hundeernährung und ganzheitliche Gesundheit.
Versteckter Zucker und billige Füllstoffe
Zucker macht Hunde (genau wie uns) süchtig nach dem Futter, ist aber extrem schädlich für Zähne und Bauchspeicheldrüse. Die Industrie versteckt Zucker oft hinter Namen wie:
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Rübenschnitzel (melassiert)
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Dextrose
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Malzextrakt
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Karamel Wenn dein Hund ständig Hunger hat oder zu Übergewicht neigt, schau hier ganz genau hin.
Künstliche Konservierungs-und Lockstoffe
Warum riecht eine Dose Hundefutter manchmal so extrem? Oft helfen chemische Lockstoffe nach, damit der Hund das minderwertige Material überhaupt anrührt. Konservierungsstoffe wie BHA oder BHT stehen zudem im Verdacht, Allergien auszulösen. In Schweden beispielsweise – woher auch mein favorisiertes Futter Anifit stammt, sind die Gesetze viel strenger. Dort steht die Gesundheit des Tieres über dem Profit der Industrie.
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Fazit: Werde zum NAPF-PROFI
Vertraue nicht der bunten Verpackung, sondern der Rückseite. Dein Hund kann sich sein Futter nicht aussuchen. Er vertraut darauf, dass du die richtige Wahl triffst. Sobald du lernst, die Etiketten nicht nur zu lesen, sondern zu verstehen, verliert der
„Futter-Dschungel“ seinen Schrecken.
Die Belohnung? Ein glänzendes Fell, weniger Tierarztbesuche, ein stabiler Magen und ein langes, glückliches Hundeleben.


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